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KIT Karlsruhe 2015

reset, Bürogebäude für den Rückbau der WAK im KIT, Karlsruhe

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Detail reset, Bürogebäude für den Rückbau der WAK im KIT, Karlsruhe

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Neubau Verwaltungsgebäude für den Rückbau der Wiederaufbereitungsanlage (WAK) im Technologiezentrum Karlsruhe (KIT)
- optisch vertikal durchgehende Wandzeichnung über 3 Geschosse
- Blattsilber auf Acryl
- ca. 150 qm
„zurück zur grünen Wiese“ Die Metamorphose als finales Ziel: der akribische Abbau von Masse, die mit enormer Sorgfalt und entsprechender Langsamkeit ihrer Auflösung entgegenstrebt.
Die Wände wurden zuerst mit einer lasierenden Malerei in mehreren verschieden farbigen Schichten versehen, für die ich einen extrem glatten Untergrund vorgesehen habe. Die farbig wässrigen Überlagerungen und aquarellartigen Strukturen erzeugen Tiefe, Bewegung und Raum – eine Illusion von Natur oder Landschaft.
Auch wenn man beide Wände im Gebäude nicht zusammen sieht, ignoriert die Zeichnung die Zwischendecke und geht optisch durch beide Geschosse, was das Thema – „die Auflösung“ – unterstreicht.
Auf die Malerei wurden amorphe, organisch wirkende Ringe aus Blattsilber aufgelegt. Die Arbeit an der Wand erforderte viel Akribie und Konzentration und die Blättchen werden Stück für Stück aufgelegt, wobei ich auch an die Kreuze denken mußte, die beim Rückbau die strahlenfreien Wände markieren. Zeit und Langsamkeit war mir dabei inhaltlich wichtig. Es thematisiert das „Hier und Jetzt“.
Die Ringe bilden Schnittmengen und Überlagerungen, suggerieren durch ihre unterschiedlichen Größen und Strichstärken Räumlichkeit und bewegen sich wie Luftblasen tänzelnd nach oben, wo sie kleiner und in Anzahl und Dichte weniger werden und nach „Oben“ zu verschwinden scheinen.
Das Blattsilber liegt zwar flach auf der Malerei, das wechselnde Tageslicht mit allen Farben und der Bewegung im Raum wird aber reflektiert (nicht gespiegelt, das heißt nur das Licht, aber nicht die Kontur wird „zurückgeworfen“) und bekommt dadurch eine ungeheure Lebendigkeit.
Heike Weber und Walter Eul, 2015