KAB Heike Weber und Walter Eul

UKB Herzzentrum Uniklinik Bonn 2026

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Wanddruck Flur EG, F029

Wanddruck Flur EG, F029

Wanddruck Detail, Flur EG, F029

Wanddruck Detail, Flur EG, F029

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck, Detail

Wanddruck, Detail

Wanddruck

Wanddruck

Wanddruck, Detail

Wanddruck, Detail

Lasercut, Makrolon, Fräsung, Hinterglasmalerei

Lasercut, Makrolon, Fräsung, Hinterglasmalerei

Lasercut, Makrolon, Fräsung, Hinterglasmalerei

Lasercut, Makrolon, Fräsung, Hinterglasmalerei

Lasercut, Makrolon, Fräsung, Hinterglasmalerei

Lasercut, Makrolon, Fräsung, Hinterglasmalerei

Lasercut, Makrolon, Fräsung, Hinterglasmalerei

Lasercut, Makrolon, Fräsung, Hinterglasmalerei

Ansicht Patientenzimmer GKV

Ansicht Patientenzimmer GKV

Ansicht Patientenzimmer PKV

Ansicht Patientenzimmer PKV

Heike Weber beim Zeichnen

Heike Weber beim Zeichnen

Raum der Stille, Detail, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

Raum der Stille, Detail, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

monadi

141 Kunstwerke für die gesamten vier Stockwerke
des Herzzentrums Bonn, Venusberg, Campus 1

Architekturbegleitend prägen diese das gesamte Erscheinungsbild des Hauses. Hier war es notwendig, dass alle Kunstwerke ein Gesamtwerk ergeben, ein Bild vermitteln, welches dem Wesen des Herzzentrums entspricht. Ein Ort an welchem menschlichen Schicksale und Ängste auf hohe technischen Präzision und Perfektion der dort durchgeführten Behandlungen treffen.


Das Herz als leben steuerndes zentrales Organ, nimmt unmittelbaren Einfluss auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit und damit auch auf die Lebensqualität eines jeden Menschen. Metaphorisch verwendet ist es auch ein Sinnbild für die Liebe.
Erkrankungen am Herzen haben für viele Patient*innen etwas bedrohliches, was nicht selten Anlass zu einer Reflexion über das eigene Leben und dessen Endlichkeit ist. Die Kunst in der Herzklinik soll Hoffnung machen. Die temporäre Fokussierung auf die eigene Erkrankung soll in eine Zuversicht auf Heilung umgewandelt werden.

Die Bézierkurve auf einem Kreis als Sinnbild für individuelle Lebenswege Ein perfekter Kreis bildet den Rahmen für ein rundes Leben. Entscheidungen, Ereignisse etc. setzen Lebenspunkte, die den nachfolgenden Lebensverlauf von der ereignislosen Ideallinie des Kreises abweichen lässt. Höhen und Tiefen machen das Leben lebenswert.

Als Sinnbild für jeden einzelnen unverwechselbaren individuellen Lebensweg.

Die Komplexität jeder Kurve hängt dabei von der Anzahl der Kurvenpunkte (Lebenspunkte) und den Kurvenpunkten (Winkel und Länge) ab. Bei den geplanten Kunstwerken werden 3, 5 und 7 Kurvenpunkte verwendet. So bleiben die einzelnen Kurvenelemente „monadi“ in einen durchschnittlichen Verforformungsbild. Extreme werden vermieden, um möglichst keine unangenehmen Assoziationen herzustellen. Die Tangenten in den Formgebenden Bézierkurven versinnbildlichen die Entscheidungen in einem Lebensmoment. Je weiter - vielleicht auch radikaler ein Abweichen von der Ideallinie erfolgt, desto größer ist die Verwindung innerhalb der Lebenskurve. Ein Einlenken - eine Verkürzung der Tangenten führt wieder in ruhigere Bahnen.

Öffentliche und private Räume – Rückzugsorte
Die einzelnen Bereiche der Herzklinik haben verschiedene Grade von Privatheit. Die Flure sind die öffentlichsten Bereiche. Hier ist die höchste Dichte an Bewegung und Austausch. Die von den Fluren abgehenden, offene Wartebereiche entschleunigen die Besucherbewegung und verweisen die Patient*innen auf sich selbst. In den stationären Patientenzimmern, der Holding, dem Raum der Stille sowie dem Verabschiedungsraum ist der höchste Grad von Privatheit, bzw. Entschleunigung. An diesen Orten liegt die Fokussierung der Menschen am meisten bei sich selbst. Die unterschiedlichen „Fokussierungen“ der Patient*innen in den Räumlichkeiten, spiegeln sich auch in den ortsspezifischen Kunstwerken wider. Die Dichte und Komplexität der Kunstwerke steht im reziproken Verhältnis zum Grad der Privatheit der Orte.

Konklusion:
Alle geplanten Kunstwerke setzen sich aus individuellen Bèzierkurven „monadi“ zusammen. Dabei gleicht keine Kurve der anderen. Jede verwendete Kurve ist ein Unikat, wie die Menschen in der Herzklinik.